24. Dezember 2017
 
Heilig Abend

Es ist in Greiz Tradition am Heiligen Abend oder an einem der Weihnachtstage in die Kirche zu gehen. Das gehört doch einfach zum Fest dazu. Der schön geschmückte Kirchenraum, die feierliche Stimmung, der Kerzenschimmer, die schöne Musik, das alles zieht uns Jahr für Jahr neu in seinen Bann. Und in jedem Jahr wird wieder die gleiche alte Geschichte in einem Krippenspiel von Kindern dargestellt, wie Gottes Sohn als Mensch geboren wurde.

Krippenspiel der Stadtkirche St. Marien

 

Krippenspiel Dreifalitigkeitskirche Greiz- Reinsdorf

 

 

 

 

 

 

Die Heilige Nacht

So war der Herr Jesus geboren
im Stall bei der kalten Nacht.
Die Armen, die haben gefroren,
den Reichen war's warm gemacht.

Sein Vater ist Schreiner gewesen,
die Mutter war eine Magd,
Sie haben kein Geld besessen,
sie haben sich wohl geplagt.

Kein Wirt hat ins Haus sie genommen;
sie waren von Herzen froh,
dass sie noch in Stall sind gekommen.
Sie legten das Kind auf Stroh

 

 

Die Engel, die haben gesungen,
dass wohl ein Wunder geschehn.
Da kamen die Hirten gesprungen
und haben es angesehn.

Die Hirten, die will es erbarmen,
wie elend das Kindlein sei.
Es ist eine G'schicht für die Armen,
kein Reicher war nicht dabei.

Ludwig Thoma (1867-1921)

 

Stille Nacht, heilige Nacht

1) Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft; einsam wacht
Nur das traute hochheilige Paar.
Holder Knabe im lockigen Haar,
Schlaf in himmlischer Ruh!
Schlaf in himmlischer Ruh!

2) Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn! O wie lacht
Lieb´ aus deinem göttlichen Mund,
Da uns schlägt die rettende Stund´.
Jesus, in deiner Geburt!
Jesus, in deiner Geburt!

3) Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
Aus des Himmels goldenen Höhn
Uns der Gnaden Fülle läßt seh´n
Jesum in Menschengestalt,
Jesum in Menschengestalt

4) Stille Nacht! Heilige Nacht!
Wo sich heut alle Macht
Väterlicher Liebe ergoß
Und als Bruder huldvoll umschloß
Jesus die Völker der Welt,
Jesus die Völker der Welt.

5) Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht,
Als der Herr vom Grimme befreit,
In der Väter urgrauer Zeit
Aller Welt Schonung verhieß,
Aller Welt Schonung verhieß.

6) Stille Nacht! Heilige Nacht!
Hirten erst kund gemacht
Durch der Engel Halleluja.
Tönt es laut von fern und nah:
Jesus, der Retter ist da!
Jesus, der Retter ist da!

 

 

 

 

 

Thomanerchor mit "Stille Nacht heilige Nacht"

 

 

Stille Nacht

Entstehung und Verbreitung"

Es war am 24. Dezember des Jahres 1818, als der damalige Hilfspriester Herr Joseph Mohr bei der neu errichteten Pfarre St. Nicola in Oberndorf dem Organistendienst vertretenden Franz Gruber (damals zugleich auch Schullehrer in Arnsdorf) ein Gedicht überreichte, mit dem Ansuchen eine hierauf passende Melodie für 2 Solostimmen sammt Chor und für eine Guitarre-Begleitung schreiben zu wollen."

Mit diesen Worten beschrieb Franz Xaver Gruber (Komponist des Liedes) die Entstehungsgeschichte des heute weltberühmten Weihnachtsliedes "Stille Nacht! Heilige Nacht!"..

Vom Liedtext zum Weihnachtslied

Der Text von Stille Nacht wurde vermutlich bereits 1816 von Joseph Mohr in Mariapfarr im Lungau in Form eines Gedichtes verfasst. Warum dieser Text zwei Jahre später in ein Weihnachtslied umgewandelt wurde, darüber lässt sich nur spekulieren. Eine Legende geht davon aus, dass die Orgel der Kirche in Oberndorf bei Salzburg wegen ihres schlechten Zustandes nicht mehr bespielbar war. Deswegen hätten die beiden Schöpfer für den Heiligen Abend ein Lied für Tenor, Sopran und Chor geschrieben, das schließlich in der St. Nikolaus Kirche in Oberndorf bei Salzburg uraufgeführt wurde.

Die Verbreitung von Stille Nacht

Das Lied "Stille Nacht!" wurde vor allem im Umfeld der Wirkungsstätten von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber aufgeführt, wobei sie vorerst nicht als Schöpfer erwähnt wurden. In ein Salzburger Kirchenliederbuch wurde das Lied erstmals im Jahr 1866 aufgenommen. Noch zuvor verbreiteten die Familien Rainer und Strasser das Weihnachtslied über das Tiroler Zillertal (1819) nach Leipzig (1832) und New York (1839). Katholische und protestantische Missionare überlieferten das Lied zur Jahrhundertwende in alle Kontinente. Heute sind uns mehr als 300 Übersetzungen in sämtlichen Sprachen und Dialekten bekannt.

Quelle mit Link: http://www.silentnight.info/de/

 

Liebe Besucherin, lieber Besucher und Kinder

Das letzte Türchen am Adventskalender ist geöffnet, das Warten ist vorbei - es ist Weihnachten.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, diesen Adventskalender zu gestalten.

Ich hoffe, er hat Ihnen gefallen und ich konnte Ihnen mit meinen Beiträgen helfen,

die Wartezeit auf das Weihnachtsfest etwas zu verkürzen.

 

 

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein stimmungsvolles und
gesegnetes Weihnachtsfest

und ein friedliches und gesundes Neues Jahr, verbunden mit den
besten Wünschen für Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

 

 

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